Interessantes zum und
über den Weihnachtsmann
z.B ob es ihn wirklich gibt lest mal weiter ;-)
Historisches
Das Weihnacntsfest (angenommene Geburt
Christi 25.12. ???) wird seit dem 4. Jahrhundert gefeiert. Zunächst
erschien der Weihnachtsmann zum Nikolaustag am 6. Dezember. Der
Tag wurde sehr weltlich gefeiert und vor allem die Kinder fieberten
ihm schon lange im voraus entgegen. Weihnachten selbst wurde lange
Zeit streng religiös begangen. In vorchristlicher Zeit wurde
zu dieser Zeit die Wintersonnenwende gefeiert. Erst mit "Santa
Claus" erhielt das Fest seinen fröhlichen Charakter
und stellte die Kinder in den Vordergrund.
In früheren Zeiten war der heilige Nikolaus der am meisten
Verehrte und beliebte Heilige der westlichen und der östlichen
Kirche. Der heutige Nikolaus/Santa Claus/Weihnachtsmann ist eine
Verschmelzung zweier historischer Personen. Im 4. Jahrh n.Chr.
gab es den Bischof Nikolaus von Myra (Kleinasien heutige östliche
Türkei), im 6. Jahrh. n. Chr. den Bischof Nikolaus aus Siron.
Berühmt ist vor allem Nikolaus aus Myra, dem viele Wunder
zugeschrieben wurden. Er hat den Legenden zufolge viele Kinder
aus Todesgefahr errettet und andere gar vom Tode erweckt. So soll
er drei Jungen, die auf Arbeitssuche einem .Metzger in die Hande
fielen, welcher sie bereits zu Wurstwaren verarbeitet hatte, wieder
zum Leben erweckt haben. Die anonyme Geschenketradition geht auf
die Legende zurück, daß er drei armen Mädchen
die Mitgift in Form von Säckchen voller Goldstucke vor der
Tür, auf dem Fenstersims und durch den Kamin in die aufgehängten
Socken, als anonymes Geschenk zukommen lies. So gilt er heute
als Schutzpatron der Kinder. Die Reliquien wurden im 11. Jahrh.
n. Chr. aus dem inzwischen zerstörten Myra "gehohlt"
(historische Quellen sprechen auch von italienische Grabräubern)
und nach Bari (Italien) in eine eigens erbaute Kirche gebracht.
In Myra (heute Demre) gibt es heute alljährlich Anfang Dezember
ein Nikolaus-Symposium.
Weihnachten heute
Heute gibt es ein buntes Sammelsurium weihnachtlicher
Mythen. Der Weihnachtsmann
Selbst hatte in früheren Zeiten kein so klares Äußeres.
Jahreszeitenbedingt war der große
Mantel schon immer dabei. Die Geister streiten sich. ob das dominierende
Rot mit den weißen Applikationen auf das bischofliche Gewand
oder eine Werbeaktion des Coca-Cola--Konzerns aus den 30er Jahren
zurückgeht. In vielen Gegenden Deutschlands gibt es zwar
am 6 Dezember den Nikolaus (sieht dem Weihnachtsmann sehr ähnlich
hat aber in katholischen Hegemoniegebieten einen Bischoffsstab),
zu Weihnachten aber dasunsichtbare Christkind (die Bescherung
findet im Wohnzimmer bei Abwesenheit der Kinder statt. anfaßbare
Figuren kommen nicht vor). Knecht Ruprecht, der finstere Gesell
ist nicht mehr klar definierbar. In Suddeutschiand ist er bekannt
als rußbeschmierter dunkel gekleideter buckliger Gehilfedes
Nikolaus. Er führt denn auch die Züchtigung durch (passiert
natürlich nir in stark lederhosendurchseuchten Regionen.
. Studenten schlagen seit 1968 nicht mehr). Für andere ist
er einfach der leicht hinkende, bucklige Begleiter des Weihnachtsmannes.
Wieder andere sehen ihn als Weihnachtsmann selbst, bzw. als vollständigen
Ersatz.
(Quelle unbekannt)
Diesen interessanten Artikel habe ich in
der Zeitschrift Chrismon gefunden:
Er beantwortet unter anderem die Frage
wie der Weihnachtsmann zu seinem roten Gewand kam
Vor eben einmal 70 Jahren erblickte er
das Licht der Welt: der Weihnachtsmann mit rotem Kittel und weißem
Bart. Es war die Coca-Cola-Company, die den schwedisch-amerikanischen
Zeichner Haddon Sundblom 1931 beauftragt hatte, einen Santa Claus"
für eine Werbekampagne zu entwickeln. Als Vorlage diente
Sundblom das großväterliche Gesicht eines alten Coca-Cola-Verkäufers
mit Pausbacken und weißem Bart. Dazu kam dann noch ein feuerroter
Mantel mit weißem Pelzbesatz - fertig war die Marke Weihnachtsmann.
Unvorstellbar heute, dass damals auch blau gewandete und jugendliche
Weihnachtsmänner en vogue waren.
Ob die Getränkefirma, die nicht nur Flaschen-, sondern auch
Kulturträger sein will, wirklich den entscheidenden Anstoß
zur Entwicklung des rotweißen Weihnachtsmanns gegeben hat,
ist Interpretationssache. Es könnte auch schon einhundert
Jahre zuvor C. C. Moore mit seinem Gedicht "The night before
Christmas" ("Die Nacht vor dem Christfest", 1822)
gewesen sein. Bereits hier tritt Nikolaus als pausbäckiger,
pummliger, alter Kobold in Erscheinung. Und kaum hatte er so literarisch
das Licht der Welt erblickt, wurde er schon von zahlreichen Zeichnern
ins Bild gesetzt.
Wichtig ist zu wissen: Der Weihnachtsmann ist kein Christkind
in anderer Gestalt, sondern eine Fortentwicklung des Nikolaus,
eines Heiligen aus der heutigen Türkei, aus der Stadt Myra
des vierten Jahrhunderts. Unser "Weihnachtsmann" müsste,
wenn er Traditionsbewusstsein hätte, seinen jährlichen
Auftritt in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember haben, also bereits
mit seinem Rentierschlitten heimgekehrt sein, wenn sich Wochen
später die Weihnachtskrippe füllt.
Ein Weihnachtsmann an Weihnachten hingegen
ist ein Fehlläufer.
Nicht nur die Bethlehem-, sondern auch die Nikolauslegenden haben
sozialen und religiösen Tiefgang. Zum Beispiel diese Episode:
Ein Mann hatte drei "heiratsfähige" Töchter,
war aber arm und hätte nie die Kosten für ihre Hochzeiten
tragen können. Deshalb bestimmte er eine von ihnen für
die Tempelprostitution. Als Bischof Nikolaus davon hörte,
überbrachte er ihrem Vater unerkannt einen Beutel Gold, und
der jungen Frau blieb die Prostitution erspart. Oder auch diese
Geschichte: Die Bevölkerung der Stadt Myra litt einmal unter
einer Hungersnot. Da machte ein mit Getreide beladenes Schiff
auf der Fahrt nach Rom in der Bischofsstadt fest. Kraft seiner
Autorität als Bischof und Christenmensch gelang es Nikolaus,
den Spediteur zum Abladen von so viel Korn zu überreden,
dass die Bürger von Myra dem Tod entgingen.
Dass im Weihnachtsmann der Kern des Nikolaus steckt, ist heute
nicht mehr allgemein bekannt. Bereits seit Beginn des 19. Jahrhunderts
hat sich der Nikolaus immer mehr Richtung Weihnachtsmann verweltlicht.
Den Protestanten war Nikolaus schon lange vorher ein Dorn im Auge.
Sie versuchten, Nikolaus im Rahmen ihrer Heiligenkritik als Gabenbringer
zu verdrängen und förderten damit indirekt die Bescherung
zu Weihnachten. Mit der Folge: Vor mehr als vierhundert Jahren
begannen die deutschen Städte, ihre Nikolausmärkte in
Weihnachtsmärkte zu verwandeln. Dem evangelischen Prinzip
der Konzentration auf das Wesentliche, in diesem Fall auf das
göttliche Kind in der Krippe, ist die Kirche im Grunde bis
heute treu geblieben.
Tatsächlich eignet sich der weiße Rauschebart viel
besser als Werbeträger und für freche Gedankenspiele
als das Christkind, um dessen korrektes Erdenleben sich die christlichen
Kirchen kümmern. Im Internet zum Beispiel kursiert tausendfach
eine berühmte Glosse mit dem Titel "Gibt es den Weihnachtsmann?«
Ihre Herkunft ist ungewiss. Studenten einer technischen Hochschule
könnten sie geschrieben haben. Sie führen den Nachweis,
dass es den Weihnachtsmann mit seiner fliegenden Rentierkutsche
eigentlich gar nicht geben kann. Denn: Alle 400 Millionen Kinder
christlichen Glaubens rund um den Globus an einem 31 Stundentag
(Zeitzonen beachten!) zu beschenken bedeutet eine Wegstrecke von
120 Millionen Kilometern und eine Schlittengeschwindigkeit von
1040 Kilometern pro Sekunde. In Anbetracht der Last - ein Kilo
pro Geschenk - sind 216000 Zugtiere erforderlich. Der Luftwiderstand
wäre immens. Das ernüchternde Fazit: "Wenn der
Weihnachtsmann irgendwann einmal Geschenke gebracht haben sollte,
ist er heute tot."
Anders als der Weihnachtsmann ist das Christkind von einer Schutzhülle
aus frommem Ernst umgeben. So schlecht ist diese Rollenverteilung
nicht: Die Wirtschaft hat ihren Weihnachtsmann, das volkstümliche
Brauchtum seinen Nikolaus und die aktiven Christen den Sohn Mariens,
der schon in jungen Jahren zum Propheten und Lehrer wurde. Am
schönsten ist: Die Geschichte vom Christkind hat auch nach
2000 Jahren noch keinen Bart.
EDUARD KOPP
Kinder sind kleverer
als Erwachsene!
Wenn wir kleine Kindern und Erwachsenen
die Frage stellen ob es den "Weihnachtsmann" wirklich
gibt, dann erhalten wir oft zwei verschiedene Antworten. Während
Kinder fest an den Weihnachtsmann glauben, sind Erwachsene selten
davon überzeugt. Doch wer hat recht? Bei genauerer Analyse
dieses Problems sind wir zu der Erkenntnis gekommen, das die Kinder
in ihren Überlegungen wesentlich logischer diese Problematik
lösen als Erwachsene.
Wir konnten diese Hypothese durch empirische
Untersuchungen und Beobachtungen über die Erfolgsbilanz der
Kinder in Relation zu der von Erwachsenen, nachweisen.
Es gibt zwei mögliche Optionen: 1.man
glaubt an den Weihnachtsmann und 2. man glaubt nicht an den Weihnachtsmann,
Ebenso gibt es zwei Wahrscheinlichkeiten: 1. Es gibt den Weihnachtsmann
und 2. es gibt ihn nicht. Kombiniert man alle Optionen mit allen
Wahrscheinlichkeiten so gibt es vier verschiedene Konsequenzen,
die wir in einer Matrix darstellen können.
Unser Forschungsergebnis führte zu
folgender Matrix:
| |
Es gibt den Weihnachtsmann
wirklich |
Es gibt den Weihnachtsmann nicht |
|
Ihr glaubt an den Weihnachtsmann
(meist Kinder) |
Es gibt viele Geschenke |
Schade
umsonst geglaubt |
|
man glaubt nicht an den
Weihnachtsmann
(meist Erwachsene) |
dumm gelaufen
daher keine Geschenke |
recht gehabt |
Wir haben fest gestellt das die meisten
Kinder es vorziehen lieber viele Geschenke zu Weihnachten zu bekommen,
als Recht zu haben.
Deshalb haben zwar viele Erwachsene wie
immer recht, aber die Kinder haben mehr Geschenke. Somit wäre
bewiesen, das die Erfolgsbilanz eher für die Logik der Kinder
spricht!
Theorie erstellt von Weihnachtsmann H.P..
Chen et al. 2000 in Santa Science (1) pp.1 in Anlehnung an die
Logik von Blaise Pascal (1623-1662)
Gibt es den Weihnachtsmann?
Eine wissenschaftlich, mathematisch, logische
Betrachtung (Autor unbekannt)
1. Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier
kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Arten von lebenden Organismen,
die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich
dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt
dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die
nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.
2. Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen
unter 18) auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann (scheinbar)
keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert
sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen
Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen
Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser.
Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.
3. Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag,
bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach
Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6
Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden
christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für
seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein
runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke
unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen
Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern
und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser
91,8 Millionen Stopps gleichmäßig auf die ganze Erde
verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt,
aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten
wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung
von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen
für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden
tun muss, plus Essen usw. Das bedeutet, dass der Schlitten des
Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen
Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen
gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, fährt
mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches
Rentier schafft höchstens 24 km pro Stunde.
4. Die Ladung des Schlittens führt
zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind
bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1
kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen,
nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als
übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier
kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass
ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das zehnfache
normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten
nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000
Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch
nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich:
das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.
5. 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit
von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch
werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das
wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar
Rentiere muss dadurch 6,6 Trillionen Joule Energie absorbieren.
Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich
in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand
preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.
Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel
Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen
einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen
Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann
(was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde
an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6
Millionen Newton.
Damit kommen wir zu dem Schluss: wenn der Weihnachtsmann irgendwann
einmal
die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.
Dazu eine Anmerkung des
Weihnachtsmannes:
In der Welt der Logik, der Mathematik und den sonstigen Wissenschaften
mag dies stimmen,
aber in der Welt der Fantasie, des "Glücklich seins"
und der Kinder (egal wie alt) gelten diese Regeln nicht!
Sucht es euch also aus in welcher Welt es Euch besser gefällt!
Gibt es einen Weihnachtsmann ?
Quelle: Weihnachtsstadt.de und Wikipedia
„Gibt es einen Weihnachtsmann?“ (im englischen Original “Is There a Santa Claus?”) hieß die Überschrift zu einem Leitartikel, der in der Ausgabe vom 21. September 1897 der Zeitung New York Sun erschien. Das von Francis Pharcellus Church verfasste Editorial mit der darin gegebenen Antwort „Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann“ (im englischen Original “Yes, Virginia, there is a Santa Claus”) ist ein unauslöschbarer Teil populärer Weihnachtsüberlieferungen in den Vereinigten Staaten und andernorts geworden.
Der folgende Briefwechsel zwischen Virginia O ´Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert - bis zur Einstellung der "Sun" 1949 - alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit auf der Titelseite der Zeitung gedruckt.
Die achtjährige Virginia aus New York wollte es ganz genau wissen. Darum schrieb Sie an die Tageszeitung "Sun" einen Brief:
Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der "Sun" steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Die Sache war dem Chefredakteur Francis Church so wichtig, das er selber anwortete - auf der Titelseite der "Sun":
"Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur was sie sehen; sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit Ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.
Ja, Verginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiß wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müßte verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.
Gewiß, Du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weichnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weichnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.
Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken - geschweige denn sie zu sehen -, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter zu erkennen sein.
"Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.
Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia".
Dein Francis Church.
Pädagogischer Zeigefinger
Warum es nach wissenschaftlicher Pädagogenmeinung
(Bruno Benthien) Weihnachten geben muß: Kinder brauchen
Magie in ihrem Leben. Die pure Rationalität hilft ihnen nicht,
mit den oft unvorhersehbaren Wendungen des Lebens zurecht zu kommen.
Allzu rationale Eltern sollten sich hüten, den kleinen Kindern
andauernd ihre "Nüchternheit" aufzudrängen.
Kinder haben eigene Augen.
Die Lösung vom Mythos erfolgt zwangsläufig. Mit jedem
weiteren Lebensjahr wird für die jungen Menschen der Weihnachtsmann
weiter entmythifiziert. Welch ein Respekt der Figur dann immer
noch entgegengebracht wird, zeigt sich daran, daß ältere
Geschwister den jüngeren fast nie die Wahrheit sagen wollen
- im Gegenteil wird denen zuliebe "mitgespielt".